Vom ersten Laserstrahl zur neuen Leidenschaft – Meine Erfahrungen mit dem xTool M2

21. Juli 2026 – ein Datum, das mein Portemonnaie sich gerne aus dem Kalender streichen würde.
Es gibt Momente, da weiß man: Jetzt wird es teuer. So richtig teuer. Und trotzdem kann man nicht anders.

Genau so einer war der 17. Juli 2026, als ich auf „Bestellen“ klickte und mir damit ein neues Hobby ins Haus holte: den xTool M2, ein Diodenlaser, der ab sofort meine kreative Werkstatt aufmischen sollte.

Vorgeschichte: Von Photoshop über den 3D-Drucker zum Laser

Kreativität hat bei mir Tradition – nur wechselt sie gerne das Werkzeug.

Früher war es Adobe Photoshop und die Fotografie, mit denen ich mich austobte. Dann kam eine längere Pause des Schaffens. Und dann kam der 3D-Drucker von BambuLab ins Haus – mit ihm auch R2-D2 und jede Menge neuer Möglichkeiten, Dinge einfach selbst zu bauen, statt sie zu kaufen.

Aber irgendwo im Hinterkopf schielte ich schon länger auf ein anderes Gerät: einen Laser. Von dem Moment an, als ich zum ersten Mal gesehen hatte, was man damit alles gravieren, schneiden und markieren kann, war klar – das wird kommen. Es war nur eine Frage der Zeit.
Und dann, am 17. Juli 2026, war es soweit.

Was da eigentlich ins Haus kam

Ich habe mich nicht für die kleine Variante entschieden, sondern gleich für das Deluxe-Paket. Wenn schon, denn schon.

Im Paket steckte:

  • xTool M2 mit 10-Watt-Diodenlaser – für Gravuren und Schnitte in Holz, Leder, Acryl und vielem mehr
  • Ein CMYK-Tintenstrahl-Druckmodul – kein Laser, sondern ein echter Farbdrucker-Kopf, der direkt auf das Material druckt (CMYK steht für Cyan, Magenta, Yellow, Key/Schwarz – die vier Grundfarben, aus denen sich fast jede Farbe mischen lässt)
  • Das xTool RA3 lite – ein Rotationsmodul, das runde Objekte wie Gläser, Flaschen oder Becher dreht, während der Laser sie graviert

Und weil das offenbar immer noch nicht genug war, kam am 31. Juli ein 3‑Watt-Infrarot-Lasermodul dazu. Der Clou dabei: Ein Infrarotlaser arbeitet mit einer anderen Wellenlänge als der normale Diodenlaser und kann dadurch Dinge markieren, an denen der 10-Watt-Laser scheitert – zum Beispiel Metall und Kunststoff.

Kurz gesagt: Aus einem Gerät wurde ein kleiner „Fuhrpark“ an Möglichkeiten.

Die Zweifel vor dem ersten Knopfdruck

Bei aller Vorfreude – ganz ohne Bauchgrummeln ging es nicht los.

  • Lohnt sich die Investition überhaupt?
  • Wird daraus wirklich ein Hobby, das bleibt – oder eins von der Sorte „drei Wochen Begeisterung, dann Staubfänger im Keller“?
  • Macht es so viel Spaß, wie ich mir das ausmale?
  • Und: Ist die Bedienung wirklich so narrensicher, wie in jedem Werbevideo versprochen?

Fragen, die sich – Spoiler – ziemlich schnell von selbst positiv beantwortet haben.

Aufbau und erste Schritte

Der Laser bekam seinen festen Platz, wurde angeschlossen, und dann übernahm die automatische Einrichtung. Dazu gehörten unter anderem die Kalibrierungen der einzelnen Module – Laser, Kamera, Rotationsachse. Alles Schritt für Schritt, alles verständlich erklärt.

Ein Motiv hatte ich mir schon ein paar Tage vorher ausgesucht: ein Pinguin, den ich in 3 mm Lindenholz gravieren und ausschneiden wollte. Nicht, weil ich unbedingt einen hölzernen Pinguin brauchte, sondern weil ich Gravurqualität und Schnittgenauigkeit testen wollte. Und nebenbei sollte meine Frau sich über das Ergebnis freuen.

Der Ablauf war denkbar einfach:

  1. Holz einlegen
  2. Kamera macht ein Foto der Werkfläche
  3. Motiv am Bildschirm passgenau auf das Foto des Holzes platzieren
  4. Starten drücken
  5. Am Gerät bestätigen
  6. Und dann: gebannt zuschauen, wie der Laser Zeile für Zeile das Motiv einbrennt und anschließend ausschneidet

Ein paar Minuten später hielt ich es in den Händen: mein erstes lasergraviertes Stück Holz.

Klein. Unscheinbar. Und trotzdem – dieses Gefühl.

Die Faszination war geboren (zum Leidwesen meines Portemonnaies)

Ab diesem Moment war es um mich geschehen. Wer schon mal erlebt hat, wie befriedigend es ist, aus einem rohen Stück Material in wenigen Minuten ein fertiges, individuelles Objekt zu zaubern, weiß, wovon ich spreche.

Und wie das bei einem frisch entfachten Hobby so ist: Es folgte eine wahre Materialschlacht. Was seitdem alles den Weg in meine Werkstatt gefunden hat:

  • Schmuckanhänger und ‑medaillons
  • Schiefertafeln
  • verschiedenste Holzarten
  • spezielles Markierungspapier
  • Metallvisitenkarten
  • Acrylplatten
  • Filzstoffe
  • Kork
  • Farb- und Glitzerkarton
  • Münzen
  • Stempelgummi
  • Stickerfolien
  • Vinylfolien für den Thermotransfer auf T‑Shirts – samt der passenden Pressen
  • Baumholzscheiben
  • Grundierung und Lackierung
  • Stoffaufnäher
  • … und allerlei andere Dinge, deren Namen ich mir teilweise erst merken musste

Jedes einzelne Teil hat meinen Kontostand ein bisschen schrumpfen und meine Begeisterung im selben Tempo wachsen lassen. Ein Naturgesetz, das sich bei mir zuverlässig bestätigt: Ist das Feuer einmal entfacht, verbrennt es auch mein Geld.

Lernen, ausprobieren, Erfolgserlebnis, wiederholen

Seit diesem ersten Pinguin sind viele Stunden ins Land gezogen – und mit ihnen jede Menge neuer Fähigkeiten:

  • Stöbern auf Atomm, der Plattform, auf der xTool fertige Designs bereitstellt
  • Ausprobieren der zahlreichen Generatoren von xTool, mit denen sich zum Beispiel Fotos automatisch in gravurfertige Vorlagen umwandeln lassen
  • Kennenlernen der Software, mit der Motive platziert, skaliert und für die verschiedenen Materialien passend eingestellt werden
  • Und natürlich das Erstellen eigener Designs, ganz ohne Vorlage

Jedes fertige Stück – egal ob simpler Test oder aufwendiges Projekt – setzt dieselbe Portion Endorphine frei.
Dieses kurze „Ja! Genau so sollte es aussehen!“, wenn der Rauch abgezogen ist, der Deckel des Lasers aufgeht und das Ergebnis zum Vorschein kommt.

Ein Hobby, das geblieben ist

Seitdem habe ich vielen Menschen mit kleinen, lasergravierten Geschenken eine Freude gemacht – und mein eigenes Wissen wächst dabei kontinuierlich mit. Jedes Material tickt ein bisschen anders, jede Einstellung braucht ihre eigene Feinjustierung, und genau das macht den Reiz aus.

Und ja, um die eingangs gestellten Fragen doch noch zu beantworten:

  • Hat sich die Investition gelohnt? Absolut.
  • Ist daraus ein echtes Hobby geworden? Ganz klar ja.
  • Macht es so viel Spaß wie erhofft? Mehr.
  • Ist die Bedienung wirklich so einfach wie beworben? Überraschenderweise: ja.

Der xTool M2 ist seitdem fester Bestandteil meines Daseins geworden – gleich neben 3D-Drucker und Kamera. Was als vorsichtiges Schielen auf ein neues Gerät begann, ist zu einer festen Größe in meiner kleinen kreativen Werkstatt geworden.

Mal sehen, was als Nächstes durch den Laser wandert.


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